Heimatmuseum-Biebesheim


Aktuelles


18.01.2026, 11:00 Uhr

Film-Matinee

im Heimatmuseum Biebesheim mit historischen Filmen des ehemaligen VHS-Schmalfilmkreises

Von 1968 bis 1995 bot die Volkshochschule Biebesheim Schmalfilmkurse an. In dieser Zeit entstanden, unter der Kursleitung von Karl Lautenschläger† 33 Tonfilme über das Gemeinwesen Biebesheim, über Feste, Vereinsveranstaltungen, Partnerschaftsbegegnungen und –jubiläen, die bei jährlichen Filmabenden in der Sport- und Kulturhalle vorgeführt wurden.

Der Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim, dem 2009 diese Filme, durch die Gemeinde Biebesheim am Rhein als DVD´s überlassen wurden, wird am 16. Januar 2026 um 11.00 Uhr seine dritte Film-Matinee im Rheinausstellungsraum des Biebesheimer Heimatmuseums in der Rheinstraße 44, zeigen.

Diesmal werden Filme aus den Jahren 1981 und 1986 gezeigt.

10 Jahre Partnerschaft mit Romilly-sur-Andelle 1981. Mit der Ankunft der Gäste, Begrüßung, Besichtigung der Firma Böco, Festakt in der Sport- und Kulturhalle, Fußballfreundschaftsspiel, Ausstellung auf dem Biebesheimer Markt und Abreise.

Streiflichter aus Biebesheim 1986. Trimmen im Sommer-fit im Winter, Muttertag auf italienisch, Überreichung der Europafahne, Schülerbesuch aus Italien, Angelsportverein, Wiederwahl Bürgermeister Walter Vollmer.

50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Biebesheim 1986. Einsatzübungen, Jubiläumsumzug

Ereignisse die vor 40 und 45 Jahren Biebesheim am Rhein bewegten. Sicherlich für alle interessant die diese Zeit miterlebten aber auch für Jüngere, die sehen möchten was in diesen Jahren so in Biebesheim am Rhein passierte.

Der Eintritt zur Film-Matinee am 18. Januar 2026 um 11.00 Uhr im Heimatmuseum Biebesheim, Rheinstraße 44 ist frei. Der Heimat- und Geschichtsverein würde sich aber über eine Spende für das Museum freuen.





Neue Medienstation in der Rheinausstellung

In der Rheinausstellung des Heimatmuseums Biebesheim wurde eine neue Medienstation zum Rheinwasserentnahmewerk eingerichtet.

In einer Vitrine, die mit Informationen zu dem Werk gestaltet wurde, kann der Besucher an einer Medienstation die Aufbereitung des Rheinwassers in nahezu Trinkwasserqualität verfolgen.

Der Wasserverband Hessisches Ried wurde 1979 nach langwierigen Verhandlungen gegründet. Erste Überlegungen wurden 1976, nachdem es damals extrem trocken gewesen war, gestellt. 1981 erfolgte der Spatenstich zur Verlegung des ersten Rohres 1983 wurde mit dem Bau des Rheinwasseraufbereitungswerkes begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte erst 1985. Das Werk wurde 1989 in Betrieb gesetzt.

Der Wasserverband produziert in seiner Rheinwasseraufbereitungsanlage in Biebesheim am Rhein jährlich bis 43 Mio. Kubikmeter Brauchwasser für die Grundwasseranreicherung und die landwirtschaftliche Beregnung im mittleren Hessischen Ried.

Das auf nahezu Trinkwasserqualität aufbereiteten Rheinwasser wird zur Beregnung der Felder und zur Grundwasserhaltung in Sickerschlitzgräben infiltriert. Diese Wassergewinnung ist lebenswichtig für das Ballungsgebiet Rhein-Main. Gesundheitliche Bedenken wegen der Verwendung des gefilterten Rheinwassers sieht der Mediziner Prof. Dr. Borneff als psychologisches Problem und nicht als gesundheitliches.

Mit dieser letzten Vitrine ist die Rheinausstellung nun nahezu komplett, bis auf eine noch zu installierende Webcam am Rhein, deren Bilder auf den Großbildmonitor übertragen werden soll. Leider wurde bisher seitens der Gemeinde keine entsprechende Genehmigung zur Montage erteilt.

Aber mit dieser siebten Vitrine in der Rheinausstellung wird das Thema Rhein vollumfänglich dargestellt.







Ortsgeschichtliche Ausstellung nun komplett


Nahezu ein Jahr nach der Wiedereröffnung des Heimatmuseum Biebesheim ist jetzt auch die ortsgeschichtliche Ausstellung komplett. Es bedurfte leider mehrerer Anträge an den Gemeindevorstand bis die Genehmigung erteilt wurde die im Eingangsbereich des Museums eingebaute Küche, während der Öffnungszeiten, durch einen Rollo mit Abbildungen der Bürgermeister von Biebesheim am Rhein verdecken zu dürfen. Ab dem kommenden Sonntag kann die Abteilung Ortsgeschichte nun in ihrer Gesamtheit besucht werden. Auf dem Rollo ist auch der nachstehende Text zur „Bürgermeistergeschichte“ zu lesen:

Der Schultheiß, auch Dorfschulze genannt, war Beamter des Landesherrn und zog die fälligen Abgaben von den Untertanen ein. Er wurde von der Obrigkeit ernannt. Mit Einführung der modernen Kommunalverwaltung unter Großherzog Ludwig I. von Hessen und bei Rhein entstand der gewählte Ortsvorstand aus Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderat. Aus drei gewählten Männern suchte die jeweilige Ortsobrigkeit den Bürgermeister aus. 1875 wurde die Bürgermeisterbestätigung durch den Kreisrat eingeführt. Dies galt bis zum Ende des Großherzogtums 1919. In der Weimarer Republik wählte die von den Bürgern durch Wahl bestimmte Gemeindevertretung den Bürgermeister. Wie jegliche freie Wahl war dies in der Zeit des Nationalsozialismus unterbunden. Im Zuge der Demokratisierung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg erhielten die Gemeindeparlamente das Recht zurück, den Bürgermeister zu wählen. 1992 wurde die Direktwahl der Bürgermeister eingeführt.






„Objekt des Monats“ im Heimatmuseum Biebesheim


Im Heimatmuseum Biebesheim in einer relativ neuen mobile Vitrine wird monatlich wechselnd ein Objekt aus den Magazinen vorgestellt. Dies ist inzwischen das sechste aus der ca. 10.000 Objekte umfassenden Sammlung.

Objekt des Monats Juni - Volksempfänger

Es wird ein nahezu doppelt so teures Markengerät das ESWE3 der Sachsenwerke aus den 1930er Jahren, mit dazu passendem Lautsprecher jeweils mit Holzgehäuse gezeigt. Es hat die Wellenbereiche Langwelle und Mittelwelle und war für Wechselstromspannung geeignet. Der Name Volksempfänger wurde bereits Ende der 1920er Jahre für Rundfunkempfänger verschiedener Hersteller sowie für Fernsehempfänger verwendet.
Der Volksempfänger war eines der wenigen Produkte aus einer Reihe von Propagandaprojekten wie dem KdF-Wagen, dem Deutschen Einheits-Fernseh-Empfänger E 1, dem Volkskühlschrank oder der Volkswohnung, das in die Serienfertigung gelangte und auch in nennenswerter Stückzahl produziert wurde. Die vergleichsweise geringen Verkaufspreise der Volksempfänger sollten es jedermann ermöglichen, Rundfunk zu hören, auch, um so für die NS-Propaganda erreichbar zu sein. Die Herstellerfirmen waren ursprünglich sehr skeptisch, da sie befürchteten, der Absatz der bisher verkauften und mindestens doppelt so teuren Markenempfangsgeräte würde stark zurückgehen. Was dann auch der Fall war.
Der Volksempfänger wurde zu einem der wichtigsten Propagandainstrumente der nationalsozialistischen Machthaber, in dem die Reden Hitlers übertragen und nach der Wende im Zweiten Weltkrieg Verluste und Niederlagen in Siege umgedeutet und der Opferwille des deutschen Volkes beschworen wurde. Je mehr jedoch die Realität von Bombenkrieg und hohen militärischen Verlusten insbesondere an der Ostfront nicht mehr mit den Sendeinhalten konform ging, nahm auch die Beeinflussungswirkung des Mediums Rundfunk fortlaufend ab







Öffnungszeiten

Das Heimatmuseum hat sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr, bei freiem Eintritt geöffnet ist.

Sondertermine für Gruppenbesuche können unter museumbiebesheim@t-online.de vereinbart werden.


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