Heimatmuseum-Biebesheim


Aktuelles


07.12.2025, 15:00 Uhr

Vorweihnachtliche Erzählstunde des Heimatmuseums Biebesheim mit Abraxas am 07. Dezember 2025 / 2.Advent

Das Märchen "Das Wunschtöpfchen"

Wer wünscht sich das nicht: ein Töpfchen zu besitzen das alle Wünsche erfüllt? Besonders in der Vor- und Weihnachtszeit wird das Wünschen Groß geschrieben. Kinder und Erwachsene träumen von der Erfüllung ihrer Wünsche, egal ob es Große oder Kleine sind. Wer denkt da nicht manchmal an eine gute Fee oder eben den Weihnachtsmann? In dem neuen Märchen von und mit ABRAXAS, das am 2. Adventssonntag um 15 Uhr in der evangelischen Kirche in Biebesheim gezeigt wird, erfüllt jedoch ein einfaches Töpfchen, das noch dazu achtlos weggeworfen wird, alle Wünsche. Das Märchen wird erzählt und die Kinder können beim Geschehen mitwirken. Es ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Das Programm dauert etwa eine Stunde und wird umrahmt von Liedern zum Mitsingen und Zuhören, mit vorweihnachtlichem Inhalt. Conny und Siggi Abramzik spielen dazu auf Instrumenten wie Gitarre und Mandoline. Es gibt wieder selbstgebackene Plätzchen von Roselinde Hefermehl und eine kleine Bastelarbeit zur Erinnerung. Der Eintritt ist frei.

Der Heimat- und Geschichtsverein bzw. das Heimatmuseum, Conny und Siggi Abramzik mit Abraxas laden alle Kinder, Omas, Opas, Tanten und Onkel und Eltern und Freunde zur kuscheligen Märchenstunde ein und freuen sich über alle die kommen und diesen besonderen Nachmittag miteinander erleben möchten.

Conny und Siggi Abramzik erzählen seit 1984 Märchen und spielen Musik für den Heimat- und Geschichtsverein Biebesheim im Heimatmuseum Biebesheim. In den letzten Jahren musste die Veranstaltung allerdings in die Evangelische Kirche in der Kirchgasse in Biebesheim am Rhein verlegt werden, da die Besucheranzahl so groß geworden ist. Der Heimat- und Geschichtsverein ist dankbar für die Bereitstellung der Evangelischen Kirche, alljährlich am 2. Advent.






Neue Medienstation in der Rheinausstellung

In der Rheinausstellung des Heimatmuseums Biebesheim wurde eine neue Medienstation zum Rheinwasserentnahmewerk eingerichtet.

In einer Vitrine, die mit Informationen zu dem Werk gestaltet wurde, kann der Besucher an einer Medienstation die Aufbereitung des Rheinwassers in nahezu Trinkwasserqualität verfolgen.

Der Wasserverband Hessisches Ried wurde 1979 nach langwierigen Verhandlungen gegründet. Erste Überlegungen wurden 1976, nachdem es damals extrem trocken gewesen war, gestellt. 1981 erfolgte der Spatenstich zur Verlegung des ersten Rohres 1983 wurde mit dem Bau des Rheinwasseraufbereitungswerkes begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte erst 1985. Das Werk wurde 1989 in Betrieb gesetzt.

Der Wasserverband produziert in seiner Rheinwasseraufbereitungsanlage in Biebesheim am Rhein jährlich bis 43 Mio. Kubikmeter Brauchwasser für die Grundwasseranreicherung und die landwirtschaftliche Beregnung im mittleren Hessischen Ried.

Das auf nahezu Trinkwasserqualität aufbereiteten Rheinwasser wird zur Beregnung der Felder und zur Grundwasserhaltung in Sickerschlitzgräben infiltriert. Diese Wassergewinnung ist lebenswichtig für das Ballungsgebiet Rhein-Main. Gesundheitliche Bedenken wegen der Verwendung des gefilterten Rheinwassers sieht der Mediziner Prof. Dr. Borneff als psychologisches Problem und nicht als gesundheitliches.

Mit dieser letzten Vitrine ist die Rheinausstellung nun nahezu komplett, bis auf eine noch zu installierende Webcam am Rhein, deren Bilder auf den Großbildmonitor übertragen werden soll. Leider wurde bisher seitens der Gemeinde keine entsprechende Genehmigung zur Montage erteilt.

Aber mit dieser siebten Vitrine in der Rheinausstellung wird das Thema Rhein vollumfänglich dargestellt.







Ortsgeschichtliche Ausstellung nun komplett


Nahezu ein Jahr nach der Wiedereröffnung des Heimatmuseum Biebesheim ist jetzt auch die ortsgeschichtliche Ausstellung komplett. Es bedurfte leider mehrerer Anträge an den Gemeindevorstand bis die Genehmigung erteilt wurde die im Eingangsbereich des Museums eingebaute Küche, während der Öffnungszeiten, durch einen Rollo mit Abbildungen der Bürgermeister von Biebesheim am Rhein verdecken zu dürfen. Ab dem kommenden Sonntag kann die Abteilung Ortsgeschichte nun in ihrer Gesamtheit besucht werden. Auf dem Rollo ist auch der nachstehende Text zur „Bürgermeistergeschichte“ zu lesen:

Der Schultheiß, auch Dorfschulze genannt, war Beamter des Landesherrn und zog die fälligen Abgaben von den Untertanen ein. Er wurde von der Obrigkeit ernannt. Mit Einführung der modernen Kommunalverwaltung unter Großherzog Ludwig I. von Hessen und bei Rhein entstand der gewählte Ortsvorstand aus Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderat. Aus drei gewählten Männern suchte die jeweilige Ortsobrigkeit den Bürgermeister aus. 1875 wurde die Bürgermeisterbestätigung durch den Kreisrat eingeführt. Dies galt bis zum Ende des Großherzogtums 1919. In der Weimarer Republik wählte die von den Bürgern durch Wahl bestimmte Gemeindevertretung den Bürgermeister. Wie jegliche freie Wahl war dies in der Zeit des Nationalsozialismus unterbunden. Im Zuge der Demokratisierung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg erhielten die Gemeindeparlamente das Recht zurück, den Bürgermeister zu wählen. 1992 wurde die Direktwahl der Bürgermeister eingeführt.






„Objekt des Monats“ im Heimatmuseum Biebesheim


Im Heimatmuseum Biebesheim in einer relativ neuen mobile Vitrine wird monatlich wechselnd ein Objekt aus den Magazinen vorgestellt. Dies ist inzwischen das sechste aus der ca. 10.000 Objekte umfassenden Sammlung.

Objekt des Monats Juni - Volksempfänger

Es wird ein nahezu doppelt so teures Markengerät das ESWE3 der Sachsenwerke aus den 1930er Jahren, mit dazu passendem Lautsprecher jeweils mit Holzgehäuse gezeigt. Es hat die Wellenbereiche Langwelle und Mittelwelle und war für Wechselstromspannung geeignet. Der Name Volksempfänger wurde bereits Ende der 1920er Jahre für Rundfunkempfänger verschiedener Hersteller sowie für Fernsehempfänger verwendet.
Der Volksempfänger war eines der wenigen Produkte aus einer Reihe von Propagandaprojekten wie dem KdF-Wagen, dem Deutschen Einheits-Fernseh-Empfänger E 1, dem Volkskühlschrank oder der Volkswohnung, das in die Serienfertigung gelangte und auch in nennenswerter Stückzahl produziert wurde. Die vergleichsweise geringen Verkaufspreise der Volksempfänger sollten es jedermann ermöglichen, Rundfunk zu hören, auch, um so für die NS-Propaganda erreichbar zu sein. Die Herstellerfirmen waren ursprünglich sehr skeptisch, da sie befürchteten, der Absatz der bisher verkauften und mindestens doppelt so teuren Markenempfangsgeräte würde stark zurückgehen. Was dann auch der Fall war.
Der Volksempfänger wurde zu einem der wichtigsten Propagandainstrumente der nationalsozialistischen Machthaber, in dem die Reden Hitlers übertragen und nach der Wende im Zweiten Weltkrieg Verluste und Niederlagen in Siege umgedeutet und der Opferwille des deutschen Volkes beschworen wurde. Je mehr jedoch die Realität von Bombenkrieg und hohen militärischen Verlusten insbesondere an der Ostfront nicht mehr mit den Sendeinhalten konform ging, nahm auch die Beeinflussungswirkung des Mediums Rundfunk fortlaufend ab







Öffnungszeiten

Das Heimatmuseum hat sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr, bei freiem Eintritt geöffnet ist.

Sondertermine für Gruppenbesuche können unter museumbiebesheim@t-online.de vereinbart werden.


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